Dienstag, 25. September 2007

Sonntags-Ausflug

Letzten Sonntag haben wir dann einen Ausflug gemacht. Da ich ja kein Auto habe, und auch sonst fast niemand von den internationalen Studenten haben wir ein Auto gemietet. Diesmal anstatt zwei normale Autos einen großen Mini-Bus mit 11 Plätzen. Da mieten mit über 25 ja billiger ist ist natürlich die einzige 26jährige gefahren. Ich mein ich bin ja bei ihr schon in nem normalen Auto mitgefahren, das ging ja noch. Als sie dann mit dem Mini-Bus kaum vom Hof der Auto-Vermietung gekommen ist ohne einen Fußgänger und 5 Meter später einen Radfahrer fast zu überfahren hab ich mir dann doch so meine Gedanken gemacht...
Naja, ich bin gut wieder zurück gekommen.
Zuerst sind wir nach Sausolito, einer kleinen Stadt im Norden von San Francisco gefahren. Typisch spanische Organisation: Einfach mal hinfahren, nicht einmal vorher in die Karte schauen, dann die Karte während der Fahrt falsch lesen, etc. Als wir dann angekommen sind wusste natürlich niemand was man hier wo anschauen kann. Also einfach mal planlos rumgelaufen! Dann sind wir noch ein bißchen weiter nach Norden nach Tiburon, noch einer kleinen Stadt, gefahren.
Von da aus hatte man auf jeden Fall einen Wunderbaren Blick auf Alcatraz. Und San Francisco. Wir haben uns dann ca. 15min in dieser Stadt aufgehalten. Kurz parken, 10min an die Küste, Fotos schießen, und dann wieder abfahrt. Die Frage is halt, ob ich jetzt behaupten kann, dass ich da war?!
Selbstverständlich wollte auch niemand etwas essen. Das heißt ich musste bis 4 Uhr Nachmittags auf mein Mittagessen warten. Scheinbar isst man in Spanien um diese Zeit zu mittag... Und dann konnten wir uns nicht irgendwas richtiges suchen, sondern sind einfach bei der erst besten heruntergekommenen Hütte eingekehrt. Da gab´s dann zur Auswahl: Burger oder Sandwich
Ich hab mich dann für einen Burger entschieden, allerdings hab ich fest gestellt, dass die Burger die man in Deutschland kriegt deutlich besser schmecken, als die Burger hier.

Auf dem Rückweg sind wir dann noch zu einem netten Aussichtspunkt gefahren, von dem man einen tollen Blick auf die Golden Gate Bridge hat.
Naja, und dann ist einem Spanier eingefallen wir könnten noch zu Twin Peaks fahren, einen Aussichtspunkt über San Francisco, von dem aus man einen schönen Blick über die Stadt hat. Ich mein, der Ausblick war echt spitze. Der weg dahin allerdings nicht so richtig. Anstatt sich vorher den Weg zu überlegen den man nehmen könnte sind wir einfach mal nach San Francisco. Und dann runter vom Freeway und einfach irgendwie durch die kleinen Straßen von San Francisco. Und wieder einmal konnte keiner die Karte lesen und wir haben uns Verfahren und sind ziemlich herumgeirrt.
Zumindest sind wir irgendwann angekommen und haben die Aussicht genossen. Allerdings war es da oben windig und Arschkalt!

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Ruby Skye

Hi Leute, ich weiß mein letzter Post is schon ne Weile her...
Aber hier ist halt echt ziemlich viel los. Die Bilder hier sind vom letzten Freitag, 21.09..
Ich war mit nem ganzen Haufen Leuten im Nachtleben von San Francisco unterwegs.Zuerst sind wir in eine Bar gegangen, da irgendjemand schon wusste, dass die Getränke in dem Club in den wir wollten ziemlich teuer sind. Dumm nur, dass die Getränke in dieser Bar genauso teuer waren...
Auf jeden Fall sind wir dann in einen Club namens Ruby Skye gegangen, sehr nahe beim Union-Square. Echt ein cooler Club. Zumindest wenn man auf House-Musik steht. Naja, aber der DJ war echt ganz gut und mit ein bißchen Alkohol hält man auch das ständige BummBumm besser aus.
Naja, und dann hatten wir wiedermal das Problem, dass hier alles um 2 Uhr zu macht. Ich wollte ja zurück nach Berkeley. Aber all die Spanier wollten unbedingt noch weiterfeiern. Und ein Taxi zurück nach Berkeley für mich allein wäre ziemlich teuer gekommen. Also hab ich mich überreden lassen noch mitzukommen. SEHR SCHLECHTE IDEE!
Die Spanier wollten in einen Club, in den sie in der Woche davor nach dem "Zapfenstreich" waren. Zuerst haben sie dem Taxifahrer gesagt er soll in die 19. Straße fahren. Richtig wäre 9. Straße gewesen. Also mussten wir nochmal 2 Taxis nehmen um in die 9. Straße zu kommen. Dann hat sich rausgestellt, dass dieser Club geschlossen hatte...
Ich mein, das wär ein Grund gewesen nach hause zu fahren! Aber nein! Sie haben einfach irgendwelche schrägen Typen auf der Straße gefragt wo man noch hingehen könnte. Die haben uns dann von nem Club in der 6. Straße erzählt. Also Fußmarsch dorthin. Ich meine, wir wussten vorher, dass dieser Club immer Freitags ein Schwulen-Club ist...
Nichtsdestotrotz MUSSTEN die Spanier umbedingt noch da hinein. Ich wurde also praktisch dazu gezwungen 15$ Eintritt für einen Schwulen-Club zu zahlen. Drinnen wars dann gerammelt voll mit Männern. Und praktisch alle hatten ihr Oberteil ausgezogen und haben mit naktem Oberkörper getanzt. Ich hab mich schon ziemlich komisch gefühlt...
Und anstatt gleich reißaus zu nehmen standen wir dann noch ca. 20 min da drin rum, ohne zu tanzen (wer will schon auf ne Tanzfläche mit lauter schwulen mit naktem Oberkörper?!), ohne was zu trinken, und haben uns nur gegenseitig angeschaut und versucht nicht zu viel Aufmerksamkeit zu erregen. Dann konnte ich sie endlich davon überzeugen, dass heimfahren wohl die beste Lösung wäre...
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Dienstag, 18. September 2007

Great America

Am Sonntag bin ich dann nach Great America, einem Vergnügungspark gefahren.
Ich hab mich gefühlt als ob ich ein Besucher in einem Park aus Rollercoaster Tycoon wäre. Sah echt genauso aus.
Typisch amerikanisch aufgebaut. Und mit ganz vielen Achterbahnen usw.. Das Einzig ungute ist halt, dass es hier nicht so etwas wie den TÜV gibt, der alle Achterbahnen überprüft...
Diesmal war ich nicht mit lauter Leuten unterwegs, die die ganze Zeit spanisch gesprochen haben (obwohl, es waren auch 3 Spanier(innen) dabei), diesmal haben alle Türkisch gesprochen...
Aber es war echt sehr lustig. Der Park ist etwa eine Autostunde von Berkeley entfernt. Ich hab auch den Free-Fall-Tower 2 mal ausprobiert. Ist irgendwie ein größerer Kick wenn du nur auf einen Stuhl sitzt, der nur mit der Lehne an den Turm fest gemacht ist und die erst ca. 50 Meter in die Höhe gezogen wirst (überigens grandiose Aussicht) und dann nach unten Rauscht. In Deutschland hab mir nie Sorgen gemacht, dass der Stuhl sich vielleicht vom Turm löst...
Da wir eine Gruppe waren hat der Eintritt nur 27$ gekostet und wir konnten alle Achterbahnen umsonst fahren. Es wäre auch noch ein Wasserpark inklusive gewesen, hat aber keiner von uns gewusst, also hatte keiner Badezeug dabei. Außerdem haben die 6 Stunden, die wir dort waren, noch nicht mal gereicht um alle Achterbahnen zu testen. Obwohl wir so gut wie gar nicht anstehen mussten.

Hab ich erwähnt, dass es hier seit ich angekommen bin noch nicht einmal geregnet hat? Das Wetter ist echt klasse. In der Sonne ist es teilweise echt ziemlich heiß. Aber sobald die Sonne untergeht, oder auch nur im Schatten, wird es sehr schnell ziemlich kalt. Die Nächte sind schon ziemlich kühl...

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Football

Okay, Okay, ich bin ein bißchen hinten dran mit meinen Einträgen, aber die Uni ging diese Woche richtig los, und ich hab nicht so viel Zeit. Aber letzten Samstag hab ich mein erstes Football-Match live im Stadio gesehen.
Und wir sind ja hier in Amerika, also gab es natürlich vor dem Spiel eine Riesen-Show! (Obwohl nur zwei Uni-Mannschaften gegeneinander gespielt haben!) Zuerst ist die riesige "Band" der UC Berkeley eingezogen und aufgespielt, während sie in Formationen über das Spielfeld gelaufen ist.
Dann ist ein Flugzeug über das Stadion geflogen und hat etwas abgeworfen, dass in den Farben der Amerikanischen Flagge Rauch abgegeben hat. Dann hat sich rausgestellt, dass es Fallschirmspringer der US-Army waren, die mit Fallschirmen in den Farben der Uni direkt auf dem Spielfeld gelandet sind. (Kleine Schleichwerbung für die Army...)
Viele Amerikaner waren so schlau erst später zu kommen. So voll wie auf dem Bild war das Stadion nämlich erst nach etwa der Hälfte der Spielzeit.
Als die Mannschaft der UC Berkeley, der BEARS, eingezogen sind haben sie das natürlich auch unter cooler Musik und mit Rauch getan. Die Football-Mannschaft ist hier der Stolz der ganzen Stadt. Am Tag des Spiels war hier die ganze Stadt eine einzige Party. Mein Wohnheim liegt übrigens nur einen Block vom Stadion entfernt.
Wenn die BEARS einen Touch-Down geschaft haben gab es auch einen Salut-Schuss, Rauch und Glitter. Wenn die Gegner (Luisiana-Tech-University) einen Touch-Down hatten nichts... (sie hatten auch nur 2). Natürlich haben die BEARS Haushoch mit 44 zu 12 gewonnen! ;-)
Ich hab´s aber nicht bis zum Schluss ausgehalten, weil das Spiel etwa 4 Stunden dauert. Spielzeit sind zwar nur 4 Viertel mit je 15 Minuten, aber das Spiel wird ungefähr alle 10 Sekunden angehalten und die Spieler stellen sich neu auf.
Am Abend hab ich dann noch mit ein paar anderen aus meinem Programm versucht eine Party zu finden. Komischer Weise ist in der ganzen Stadt nichts gelaufen. Wahrscheinlich weil alle Amis schon am Mittag so viel Bier getrunken haben, dass sie nach dem Spiel total am Ende ins Bett gefallen sind.
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Freitag, 14. September 2007

Go BEARS!

Hey, jetzt ist schon wieder fast eine ganze Woche vergangen! Hier vergeht die Zeit wie im Flug! Ich hab mich, wie man auf dem Foto sehen kann auch schon der allgemeinen Kleiderordnung hier in Berkeley angepasst.
Jeder trägt hier Klamotten mit den UC Berkeley Farben gelb und Blau und/oder einem "Cal" (University of California) oder "Berkeley" Schriftzug.
Macht sich doch auch ganz gut, find ich. Außerdem weiße ich hier ganz besonders auf meine Patriotische Bayerische ader hin!
Das ist Adelyne, eine Französin, die hier zum Englisch-lernen ist. Ist echt sehr nett, fliegt aber morgen schon wieder ab. Aber auf jeden Fall lern ich hier sehr viele Leute kennen!
Morgen ist ein hier ein großes Ereignis, weil die BEARs ein match haben. Die Football-Mannschaft ist hier praktisch der ganze Stolz. Ich werde versuchen auch ins Stadion zu kommen und mir mein erstes Football match live anzuschauen.
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Sonntag, 9. September 2007

Die erste Woche

So, die erste Woche hier ist schnell vergangen. 2 Tage konnte ich mich erst mal einrichten und mit der Stadt vertraut machen. Dann kamen 2 Tage lang Einführungsveranstaltungen. Am Freitag gings dann schon richtig los mit 6 Stunden Vorlesung. Ist wie ein voller Arbeitstag. Auf dem Foto kann man mein "Wohnzimmer" hier im Wohnheim sehen. Das ist natürlich auch das Wohnzimmer der geschätzten 80 anderen Studenten hier im Wohnheim. Auf der Couch sitzt eine Spanierin, Esperanca, und ein Italiener, Giuovani, die beide auch das gleiche Programm machen wie ich, nur andere Kurse.
Das ist das Wohnzimmer aus der anderen Richtung. Dort trifft man fast immer irgendjemand. Es gibt auch einen Haufen Amerikaner hier im Wohnheim. Fast alle Amerikanerinnen tragen im Wohnheim ständig krass kurze Hotpants... Davon gibts irgendwann auch noch Fotos! ;-)
Das ist Juan, mein Zimmergenosse. Auch ein Spanier, aus Barcelona. Echt nett. Bloß hat er´s nicht so mit Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Ich sprech dann immer von der "Spanischen Zeit"...

Was ein bißchen doof ist, dass es hier unheimlich viele Spanier und Mexikaner gibt. Die reden die ganze Zeit nur Spanisch, und ich kann nicht folgen...

Immerhim haben mich die ganzen Amerikaner für mein gutes Englisch gelobt!
Gestern war ich mit ein paar Leuten in San Francisco. 4 Leute außer mir, und alle konnten Spanisch... Und hab dementsprechend laufend Spanisch gesprochen. Aber die Stadt ist schon ziemlich cool.

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Am Abend sind wir dann noch in einen Club in San Francisco gegangen. Berkeley ist zwar eine sau coole Stadt, aber sie hat irgendwie überhaupt kein Nightlife. Man kann nur in Bars gehen. Nicht eine Disco oder sowas. Der Typ auf dem Foto ist Christian, ein Deutscher aus Nürnberg.
Der Gag is, dass hier ab 2 Uhr kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden darf. Also immer recht kurze Parties.
In 2 Wochen hab ich schon meine erste Klausur! Wird also sofort richtig losgehen hier. Also dann, see ya
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Dienstag, 4. September 2007

Ankunft in Berkeley

Hey hey hey!!! Endlich ist es soweit, ich bin in Berkeley angekommen! Schwer bepackt. Ich hatte 2 Koffer. Einer mit 30 und einer mit 22 Kilo. Mein Rucksack hat nochmal 12 Kilo gewogen.
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Die erste Nacht hab ich in einem typischen amerikanischen Hotel verbracht. Einstöckig und über ein riesiges Areal verteilt. Wie im Film.
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Ok, es war wahrscheinlich der schlechteste Tag den ich mir aussuchen konnte um anzukommen, aber ich in bin da. Genau an dem Tag als ich angekommen bin war die Bay Bridge die von San Francisco nach Berkeley führt gesperrt. Nur für 3 Tage und am Dienstag wäre sie wieder offen gewesen. Aber ich musste am Montag nach Berkeley, und deshalb war der Weg viel länger, und damit die Taxifahrt mehr als doppelt so teuer.

Und als ich dann endlich da war, nachdem die Taxifahrer sich verfahren hat (er ist in die falsche Stadt gefahren...) und ungefähr 20 Leute fragen musste um ans Ziel zu kommen, gab es dort nichts zum essen, weil am Montag in den USA Feiertag war.
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Inzwischen hab ich auch schon einige Leute kennen gelernt und mir den Campus und die Stadt angeschaut. Morgen geht´s dann richtig los! Wer sehen will, wie ich wohne kann sich unter http://www.tauhouse.com/ anschauen wie mein Wohnheim aussieht.

Mein Zimmergenosse ist ein Spanier namens Juan, genauso wie Don Juan! Er ist echt nett.