Dienstag, 12. Februar 2008

18.-21.1. Heavenly, Lake Tahoe

Eigentlich hatte ich ja mit meinem spanischen Zimmergenossen geplant etwas vor dem Anfang des neuen Semesters zurück zu kommen um noch Zeit zu haben ein paar Tage nach Colorado zu fliegen und in Aspen und Vail Ski-Fahren zu gehen. Aber er is halt doch ein Spanier...
Also ist das dann nichts geworden. Aber bald nach dem Beginn des Semesters gab es ein langes Wochenende und wir sind zum Lake Tahoe gefahren. Dort gibt es eine ganze Menge Skigebiete. Wir haben uns für das größte entschieden, Heavenly. Das liegt auch direkt am See.

Ich war mit lauter Lauten vom ersten Semester unterwegs, Borja, Juan, Matthias und ich sind Ski gefahren, Fernando (aus Chile) hat Snow-Board Kurse genommen, also haben wir ihn tagsüber nicht gesehen...

Für deutsche oder österreichische Verhältnisse ist des Skigebiet allerdings etwas klein...

Aber die Aussicht macht halt schon vieles wieder wett!!

Am zweiten Tag war leider das Wetter nicht so schön. Es war wolkig und kalt, aber das eigentlich Problem war, dass es windig war und sie einige Lifte und die Gondel geschlossen haben...
Im Tal war es zwar komplett Windstill, weshalb wir das nicht so richtig verstanden haben, aber oben am Berg muss es wohl ziemlich gewindet haben.

Egal, wir haben den Tag dann zu einem anderen Abenteuer genutzt und haben eine Tour mit Snow-Mobilen gemacht. Damit sind wir dann mit bis zu 100 Sachen durch den Schnee gepest!

Oben am Berg wehte sogar eine Deutsche Fahne!! Ganz nebenbei gibt es dort auch ein paar Casinos. Das Skigebiet (wie auch der See) erstrecken sich über die Grenze zwischen Kalifornien und Nevada (wo Casinos erlaubt sind...). Juan ist hier gerade sehr glücklich, weil er mit $2 Einsatz $80 gewonnen hat.

Am Sonntag Abend waren wir dann in einem Schweitzer Restaurant essen. Es gab natürlich lecker Käsefondue!!
Am Montag haben wir dann nur ausgeschlafen und sind heimgefahren, weil das Wetter wieder sehr schlecht war. Allerdings haben wir glaub ich eine schlechte Zeit zum abfahren gewählt, es hat nämlich knappe 8 Stunden gebraucht, bis wir da waren. Auf dem Hinweg haben wir auch etwa so lange gebraucht, aber auch weil wir im Stau waren. Ohne Stau dauert es etwa dreieinhalb bis dreidreiviertel stunden.

Rückfahrt

Am Montag den 14.1. habe ich mich dann nur noch auf die Rückfahrt nach Berkeley vorbereitet. Stanley war mit mir bei AAA (dem amerikanischen ADAC) um ein paar Karten zu besorgen.
Und ich habe zusammen mit Tante Britta Kartoffelknödel gemacht. LECKER! Nochmal eine Art Abschiedsessen extra für mich.

Und am 15.1. musste ich mich dann von dem netten kleinen Häuschen und Tante Britta und Onkel Stanley verabschieden.

Hmm, als ich gekommen bin hatte ich nur die 2 Koffer. Irgendwie ist mein Gepäck etwas mehr geworden...
Ich war shopping und hab ein großes Päckchen bekommen. Aber zum Glück hab ich mir ja ein groß genuges Auto gekauft! ;-)
Ich hab mich etwa um 9h Früh auf den Weg gemacht, damit ich nicht zum Mittags-/ oder Berufsverkehr durch Los Angeles muss. Es gab in L.A. zwar dann doch einen kleinen Stau, war aber nicht so schlimm. Ich hab zwei Pausen gemacht und war am Ende nach Siebeneinhalb Stunden Fahrt in Berkeley angekommen. Das Wohnheim war noch ziemlich leer, weil nur die internationalen Studenten hier waren. Die ganzen amerikanischen Studenten waren noch nicht hier, weil deren Semester erst später begonnen hat.
Tags darauf hab ich dann mit meinem Praktikum angefangen.

13.1. Mission San Luis Rei

Am 13.1. hat mir Tante Britta noch die Missionskirche San Luis Rei gezeigt. Entlang der ganzen kalifornischen Küste stehen die Missionskirchen. Sie sind sozusagen der Startpunkt der westlichen Besiedelung hier. Sie sind aller verbunden durch den sogenannten "Weg der Könige". Immer in der Entfernung von einem Tagesritt gibt es eine Kirche, bzw. genauer gesagt ein Kloster.


Die Mission San Luis Rei ist die näheste von Tante Britta aus. Die Kirche ist Renoviert und Restauriert und es gibt ein kleines Museum, dass die Geschichte des Klosters erzählt.

Diese Klöster spielen wirklich eine große Rolle in der Geschichte von Kalifornien. Der Baum hier rechts im Bild ist auch sehr Berühmt. (Leider hab ich vergessen warum...)


Am Nachmittag sind Wendell und Hannes mit Familie noch zum Kaffeetrinken gekommen. Nate und Wendell haben sich ein intensives Schachspiel geliefert.

Am Abend sind wir alle zusammen noch zu Sammy´s Woodfired Pizza zum Essen gegangen. Sozusagen ein Abschiedsessen für mich. Es war auch sehr lecker! Und wir hatten eine Menge Spaß.

12.1. Tijuana

Am 12.1. hab ich dann noch einen kleinen Ausflug nach Mexiko gemacht! Ins berühmte Tijuana. Naja, hauptsächlich ist es berühmt, weil die ganzen amerikanischen Colloge-Kids, die in den USA nichts trinken dürfen weil sie unter 21 sind, sich dort die Birne vollkippen können.

Und dort gibt es natürlich auch einige finstere Gestalten... Deshalb war Tante Britta auch ganz froh dass Wendell, der dort mal eine Weile gearbeitet hat und sich auskennt, mich begleitet hat. Camille und Jessie (ihr Freund) sind auch mitgekommen. Um möglichen Problemen vorzubeugen haben wir das Auto vor der Grenze geparkt und sind zu Fuß über die Grenze gegangen. Man geht nur über eine große Brücke und schon ist man in der Fußgängerzone.

Wendell hat uns zu seinem lieblingsort in Tijuana geführt, dem Wachs-Museum. Echt sehenswert! Und dann sind wir natürlich noch durch die Fußgängerzone geschländert...
Und mit den unzähligen Händlern muss man natürlich auch immer um den Preis verhandeln...
Ich hab einen netten Ledergürtel und zwei typisch Mexikanische Pullis gekauft. Und dann haben wir echt mexikanisch zu Mittag gegessen. Bei "La Especial", das gehört der gleichen Familie wie "La Especial del Norte" in San Diego. Sehr lecker!

11.1. San Diego Zoo

Am 7.1. bin ich dann mit Tante Britta einkaufen gefahren. Wir waren bei Costco, ein riesiger Supermarkt in dem es alles in Riesen-Packungen gibt, so etwa wie Metro oder Hamberger. Aber viele Amerikaner mit riesigen Tiefkühlfächern mögen es halt da mal für die nächsten 3 Wochen einzukaufen. Und dann waren wir noch bei TipTop, einem Deutschen-Metzger. Naja, es ist ein Metzger-Laden, aber es ist auch ein kleines Restaurant angeschlossen und im Laden kann man so ungefähr alles kaufen. Es gibt da von Milka-Schokolade über saure Gurken und Kartoffel-Knödel-Pulver bis 4711 Kölnisch-Wasser und Heilerde echt alles. Für mich ein PARADIES!!! (Endlich mal wieder echte gute deutsche Nahrung...) Während meinem Aufenthalt hat Tante Britta auch einmal Spätzle und einmal Kartoffelknödel gemacht. LECKER!
Und die restliche Zeit vom 7. bis zum 10.1. habe ich mit der Suche nach einem Auto verbracht. Da in San Diego die Autos viel billiger sind als in der Gegend um San Francisco und Berkeley hab ich mich dazu entschlossen hier ein Auto zu erstehen um etwas mobiler zu sein. Ich hab mir Autos von privaten Verkäufern angeschaut und hab alle möglichen Händler abgeklappert. Und wenn ich sage ich, dann meine ich ich zusammen mit Onkel Stanley, da man hier ja überall hin mit dem Auto fahren muss. Ich bin auch sehr dankbar, dass Onkel Stanley mir hier so viel geholfen hat und mich überall hingefahren hat! Am 10.1. habe ich mich dann für ein Auto entschieden. Naja, eigentlich hatte ich mir ein Auto angesehen, es hat mir gefallen, aber um in einer guten Verhandlungsposition zu sein hab ich mir danach noch ein anderes Auto angeschaut. Als ich nach einer Stunde zurück kam war das erste Auto schon verkauft...
Naja, ich habe mich dann für ein Auto entschieden, dass ich schon tags zuvor gesehen hatte. Der Händler hat mir noch kostenlos die Heckklappe (die is immer zugefallen) und die automatisch ausfahrende Antenne repariert und mir neue Stoßdämpfer eingebaut. Für $4700 hab ich dann meinen neuen Stolz, einen 1994 Jepp Grand Cherokee Limited, erstanden (inklusive aller Steuern und anmeldegebühren). Das Auto hat für das Alter echt beeindruckende Extras! Glas-Schiebe-Hebe-Dach, elektr. Fensterheber, elektr. Sitze, Licht-Automatik, Bord-Computer (In US- und Metrischem-System) mit Verbrauchs- und Außentemperaturanzeige, Ledersitze, ...
Und das ist er, mein Schatz:

Das ist doch ein flotter Flitzer, oder?
Ich hab das Auto ja am 10.1. gekauft, musste es aber am 11.1. nochmal hinbringen um die Reparaturen machen zu lassen. Ich hab das Auto also in der Früh dort hingebracht und bin dann Tagsüber mit Tante Britta und Onkel Stanley in den berühmten San Diego Zoo gegangen.

Am Eingang wurden wir dann auch gleich von einem grünen Elefanten begrüßt! ;-)
Diese Flamingos und Enten dürfen sich praktisch frei im ganzen Zoo bewegen. Man findet sie an vielen Plätzen.

Und diese Entenart hat mich doch gleich an Zuhause erinnert...
Und der Elefant hinter mir is schon ganz schön schlau, weil die Tonne aus der er frisst muss er auf den Kopf stellen und dann durch ein Loch von innen Futter rausholen. Er hat auch die Tonne entsprechend geschüttelt um das Futter an die richtige Position zu bringen. Hat mich schon irgendwie beeindruckt.

Sehr cool waren natürlich auch die Panda-Bären! Es gibt auch Panda-Babys, die durften wir aber nicht sehen...
Und dieser Wegweiser mit Entfernungen war für mich auch ein echter Hingucker! Leider kann das alles nicht stimmen. Aber lustig ist auch, dass auf dem Wegweiser mitten in Amerika Entfernungsangaben in km anstatt in Meilen stehen...

Und es gab auch noch andere exotische Tiere wie diese lustigen Zeitgenossen zu sehen. Und einen ganzen Haufen von Koala-Bären.
Alles in allem ein sehr schöner Zoo. Nicht ganz so beeindruckend wie erwartet, aber das liegt vielleicht daran, dass der Münchner Tierpark auch einfach so gut ist. Aber wenn man bedenkt wie alt der San Diego Zoo ist kann man erahnen, dass er eine riesige Sensation war als er eröffnet hat. Zu dieser Zeit war die Art und Weise einen Zoo aufzubauen einzigartig. Heute haben sehr viele Zoos diesen Aufbau (wie ein Park und mit Themen-Gebieten) übernommen. Aber es war schon sehr schön da. Leider haben wir die Eisbären verpasst weil das Gehege gerade gereinigt wurde. Und die Tieger waren immer noch nicht wieder ausgestellt, weil alle Tiger-Gehege erst überprüft werden mussten, nachdem ja wie schon erwähnt in San Francisco ein Tiger rausgesprungen ist und Menschen angefallen hat.

6.1. Coronado

Am 5.1. hat´s dann mit dem schlechten Wetter angefangen. Die Nachrichten waren voll von Sturmwarnungen und live-Berichten vom Sturm. Naja, ich hätte das ganze eher als Niesel-Regen bezeichnet, aber für San Diego ist das wohl ein Sturm...
Den ersten Regentag hab ich zum shoppen in einem Outlet in Carlsbad (das ist ganz nahe bei Leucadia) verwendet. Mann ist einkaufen hier billig...
Am zweiten Tag bin ich mit Tante Britta und Onkel Stanley nach Coronado gefahren. Eine Halbinsel vor San Diego.

Hier kann man mich vor der Skyline von San Diego sehen. War halt etwas regnerisch... (Wie gesagt, der STURM!!!) Erstens gibt dort eine große Navy-Basis. Mit Flugzeugträger...

Und zweitens ist dort das berühmte Hotel Del Coronado. (Man kann es zB auch im Film "Manche mögens heiß" sehen.)

Sehr hübsch. Nur natürlich auch entsprechend teuer.

Und direkt am Strand.

Am Abend waren wir dann noch in einem deutschen Restaurant essen. Ich hab ein echt lecker Jägerschnitzel gegessen. Und wir haben passender Weiße auch gleich den Tisch unter dem Bayern-Wappen bekommen.

Wendell

Wie schon erwähnt sind wir nach dem langen Tag mit Schifffahrtsmuseum und Balboa Park noch zu Wendell gefahren, liegt schließlich gleich um die Ecke. Wendell war mit dem Fahrrad schneller als wir mit dem Auto.

Wendell´s Haus ist, naja sagen wir mal eher etwas eigenwillig. Aber erstens steht es auf einem ziemlich großen Stück Grund und zweitens ist es sehr wohlig und gemütlich!

Mir persönlich hat es sehr gut gefallen!

Wendell hat uns allen zum Aufwärmen allen einen mexikanischen Kakao gemacht. Und dann hat er noch zwei alte riesige Kisten ausgepackt und alte Hüte und Musikinstrumente angeboten! ;-)
Da wir offenbar eine Familie von Dickköpfen sind waren die Hüte eigentlich alle zu klein. Ben hat aber einen netten Hut gefunden. Und Ben liebt auch Musik und hat auch noch ein Musikinstrument gefunden. Eine Art selbst-geschnitztes Xylophon. Ich hab einen Spazierstock mit Kupfer-Griff bekommen, den ich irgendwie einfach spitze finde! (Ich weiß, etwas verrückt, aber was solls...)

Hier noch ein Paar Bilder davon wie Wendell lebt.
Besonders cool fand ich ja auch die japanischen "Pinball"-Maschinen, die Wendell sammelt!

Hier noch zwei Beispiele von Licht-Installationen, die Wendell gemacht hat. Dabei reagiert das Licht auf Geräusche. Ich fand´s ziemlich cool! (Kommt nur im Bild nicht so wirklich gut rüber...)
Zum Abschluss des Tages hab ich dann noch mit Hannes und Familie zu Abend gegessen. Es gab Macaroni mit Käse (typisch Amerikanisch) und dazu gebratenes Gemüse. Lecker!