Über Thanksgiving hatten wir ein langes Wochenende (21.-24.11.) das wir natürlich für einen größeren Ausflug genutzt haben. Wir hatten drei volle Autos. Allerdings war die Aufteilung etwas schwierig, aber dazu später mehr...
Es gab zwei spanische Autos. Ich hatte auch eigentlich schon drei Wochen vorher mit den Spaniern ausgemacht, dass ich bei ihnen mitfahre. Natürlich ist ihnen dann am abend vorher eingefallen, dass sie keinen Platz haben! Egal, ich bin dann im türkischen Auto mitgefahren.
Auf den linken Bild kann man die Besetzung der spanischen Autos sehen, auf dem rechten 3 der 4 Türken mit denen ich im Auto war. Von links Merve, Esin, Mert (der auch mit mir im gleichen Wohnheim gewohnt hat). Im endeffekt bin ich eigentlich ziemlich froh, dass ich im türkischen Auto war. Hat alles super geklappt! Esin ist gefahren, weil sie 25 ist und billiger Autos mieten kann. Sie hat auch alles gut gefunden, ganz im gegenteil zu einigen Spaniern...
Unser Auto hat sich etwas selbstständig von den Spaniern gemacht, hauptsächlich weil die Spanier uns nicht mitgeteilt haben was sie so vor haben... Wir sind mittwoch abends los gefahren und haben sie erste Nacht in Monterey verbracht, wo wir ja schon mal bei einem Tagesausflug waren. Die Spanier haben dort noch den nächsten Tag verbracht und sind erst später aufgebrochen während wir nach dem Frühstück gleich in Richtung Los Angeles aufgebrochen sind. Das sind mehr als fünf Stunden fahrt... Wir sind dann aber auch etwas weiter nach Orange County gefahren und haben einen türkischen Freund von Esin besucht. Er uns seine amerikanische Freundin haben uns zu einem echten Thanksgiving-Dinner mit Truthahn und allem drum und dran eingeladen.
Links kann man Erin, die amerikanische Freundin sehen, rechts zwei andere Freunde von ihnen, die auch mit uns gegessen haben. Die Spanier waren nur einfach essen, hehe. Wir haben sogar versucht eine Bar oder einen Club zu finden. Im ganzen County war sogar ein Club offen, nur einer unserer türken hat laut vor dem Türsteher gesagt, dass er keinen Ausweiß dabei hat...!!!
Und dann haben wir 5 (4 Türken und ich) und die 2 Gastgeber alle in dem 2 Zimmer-Apartment geschlafen. Nachdem es nur ein Bad gab und wir alle am Abend ordentlich was getrunken haben hat das fertig werden in der Früh dann etwas gedauert...
Wir sind dann am Freitag in LA an den Strand gegangen und haben den Sonnenuntergang genossen.

Man beachte das gelbe Auto und das Rettungsschwimmer-Häuschen...
Nach Sonnenuntergang sind wir an den LA-Pier und haben bei der Bubba Shrimp Company zu abend gegessen. Außerdem haben wir das dortige Riesenrad und die Achterbahn ausprobiert.
Auf dem Bild im Riesenrad in der Mitte sitzt Arda, Esin´s türkischer Freund, der uns eingeladen hat. Und auf dem Bild unten neben mir und Merve sitzt Onur, der vierte Türke im Auto.
Danach sind wir dann noch nach Hollywood. Die kleine Gruppe von Menschen vor dem Gebäude, das sind wir, auch wenns ziemlich schlecht zu erkennen ist...
Wir haben einen Haufen Sterne auf dem Gehweg gesehen ;-). Und von den ganzen Fuß- und Handabdrücken hat mich Donald Duck am meisten beeindruckt ;-).
Ganz zum Schluss sind wir dann noch in einen Club in Hollywood gegangen. Wir mussten (anderthalb Stunden bevor der Club schließt, was natürlich schon um 2h ist!) den Türsteher mit 25$ pro Nase bestechen damit wir reingekommen sind. Die Spanier waren natürlich schon alle drin. Die haben glaub ich ein paar Flaschen Vodka für 400$ das Stück gekauft um reinzukommen und einen Tisch zu bekommen...
Geschlafen haben wir im Cadillac-Hotel, direkt am Santa Monica Beach. Das ist DER berühmte Strand in LA den man immer in allen Filmen und im Fernsehen sieht. Der nette Krieger, der auch ziemlich bekannt ist, stand direkt vor unserem Hotel.
Und nun zu dem Thema mit der Platzvergabe in den Autos. Berna, eine Türkin die in "Dracula´s Haus" mit einigen Spaniern gewohnt hat ist mit den Spaniern im Auto mitgefahren. Aber ab LA wollte sie dann in das türkische Auto wechseln, weil die Türken noch weiter nach Süden nach San Diego gefahren sind, während die Spanier den Samstag in LA verbracht haben und dann über Santa Barbara wieder zurück gefahren sind. Nach langen Diskussionen, weil Esin auch etwas von Berna genervt war haben dann Berna und ich also Plätze in den Autos getauscht und ich war in einem Spanischen Auto. Aber ganz ehrlich, das war für mich ja perfekt, weil ich eh später nach San Diego komme. Die Türken waren dann am Samstag in Sea World, während alle aus meinem spanischen Auto am Santa Monica Beach gefrühstückt haben und dann sind wir an den Manhattan Beach gefahren und haben uns ein paar Surfboards gemietet. Auf dem Weg sind wir am berühmten Gold´s Gym vorbei gekommen, wo alle Hollywood Stars trainieren.
Auf dem Frühstücksfoto oben ist das komplette Auto abgelichtet. Von links Fernando (aus Chile, spricht natürlich spanisch...), Juan (mein Roomy), Ich, Borja (unser berühmter Aufreiß-Spanier) und Blanca (27, aus Spanien, aber echt nett und immer bemüht die Nicht-Spanier nicht auszuschließen).

Sehen wir nicht schon aus wie richtige Surfer?

Wir hatten alle noch nie ein Surfbrett unter den Füßen und haben uns entsprechend angestellt. Es war vor allem lustig anzusehen wie die anderen gepaddelt haben, hinter der Welle verschwunden sind, und dann (eigentlich, wenn mans kann, sollte man sie dann wieder auftauchen sehen, wenn sie aufstehen) sah man erst mal nichts von ihnen und dann ist das Surfboard ohne sie aus dem Wasser geschossen. Bei mir sah´s natürlich nicht anders aus...
Ein special event war noch, dass ich eine Welle erwischt habe und gerade am wieder aufstehen war (nachdem ich unter Wasser gespült wurde) und Juan die nächste Welle erwischt hat und direkt auf mich zugerast kam. Wir konnten beide nicht ausweichen, aber die Zeit in der wir uns gegenseitig in die Augen gesehen haben bevor er mich dann erwischt hat kam mir ewig vor... Naja, uns ist nichts passiert. Blanca und Fernando haben allerdings relativ schnell wieder aufgegeben, Borja, Juan und ich haben es noch länger probiert und sind sogar manchmal fast gestanden...
Auf jeden Fall war´s ein riesen Spaß!!!
Allerdings hab ich am nächsten Tag den Preis bezahlt! Ich konnte kaum schlucken und hatte geschwollene Mandeln als ich am nächsten Tag aufgewacht bin, natürlich zusätzlich zu dem immensen Kater, den ich auch noch hatte.
Wir haben uns dann noch den Pier in Santa Barbara angeschaut und sind dann ab in Richtung Berkeley, wo wir Sonntag abend um 9 angekommen sind. Am Montag war natürlich auch schon wieder ne Klausur...
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